Unterstützung der Kreisfeuerwehr Northeim mit Serverkapazität und Drohnen
Das Jahr 2023 wurde gegen Jahresende überraschend herausfordernd. Eigent.ich standen nur noch die Weihnachtsfeiertage und der Jahresbaschluss auf dem Plan. Doch das Wetter hatte andere Pläne und traf zunächst Südniedersachsen mit einem Hochwasser, bevor sich dieses auf weite Teile Niedersachsens ausweitete. Da der Katastrophenschutz Teil unserer DNS ist und unser Geschäftsführer Daniel Stahlmann in der Kreisfeuerwehr als Gruppenführer der Rettungsrobotik des Landkreises aktiv ist, verschoben sich die Prioritäten für acht Tage weg vom Schreibtisch und hinein in den Einsatz.
Die Aufgabe: Der Stab im Landkreis Northeim sollte mit Lageberichten versorgt werden, die ein möglichst großes Gebiet so aktuell wie möglich abdecken. Echtfarbige Satellitenbilder standen aufgrund der Bewölkung nicht zur Verfügung, und obwohl das Sentinel-Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) Gewässer durch die Wolkendecke hindurch anzeigen kann, wäre die Auflösung zu gering gewesen, um taktische Entscheidungen zu treffen. Die Rettungsrobotik war erst kürzlich gegründet worden, weshalb es an ausreichenden Ressourcen für eine Flächenlage mit diesen Ausmaßen mangelte. Der Landkreis Northeim umfasst eine Fläche von 1.268,76 km² und wird von den Flüssen Weser und Leine durchzogen.
Um die Bilddaten von drei Drohneneinheiten zu speichern und vor allem zu verarbeiten, stellte die VALOFLY GmbH neben anderen Ressourcen auch Rechenleistung zur Verfügung. Die Drohnen flogen hauptsächlich Mapping-Missionen, was zu beträchtlichen Datenmengen führte, die später zu Orthofotos zusammengestellt werden müssen. Der Hauptvorteil dieses Ansatzes ist die geografische Referenzierung, die es den Verantwortlichen erleichtert, sich auf einem Bild zu orientieren und Soll- und Ist-Werte anhand anderer Satellitenbilder bei normalem Pegel zu vergleichen.
Für ein potentiell kritisch werdendes Gebiet direkt an der Leine wurde eine ständige Überwachung der Hochwasserlage mithilfe einer kabelgebundenen Drohne in Betracht gezogen. Die VALOFLY GmbH hätte für die Umsetzung einen rackTether zur Verfügung gestellt, um eine Drohne ohne Unterbrechung fliegen zu lassen. Insbesondere durch die kühlen Temperaturen Ende Dezember hätte eine dauerhafte Lageüberwachung mit einer freifliegenden Drohne aufgrund kurzer Akkulaufzeiten keinen Sinn ergeben. Im Enddeffekt kam das kabelgebundene Drohnensystem nicht zum Einsatz, da sich die Hochwasserlage flussabwärts verlagerte.